Archiv der Kategorie: In Gedenken

Herr Schrödinger – 100% Liebe und Sanftmut auf 4 Pfoten

Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir nicht wagen, uns so herzlich zu geben, wie wir sind.“
(Albert Schweitzer) 

Man kann viel über Herrn Schrödinger sagen..z.B dass er eine rosa Herzchennase wie aus Marzipan hat. Und so einen herzzerreißend melancholischen Blick. Oder dass er sehr gern auf dem Kopfkissen von unserer obersten Dompteuse schläft und dabei eher weniger darauf achtet, ob deren Kopf dann auch noch Platz darauf hat (macht nix, der Trend geht zum Zweit- und Drittkissen). Aber Kälte oder mangelnden Mut, seine ganze unbändige Liebe zu zeigen, das kann niemand über den kleinen Mann mit der bewegten Geschichte behaupten.

Herr Schrödinger ist nicht mehr jung. Wir schätzen ihn auf mindestens 11 oder 12 Jahre. Er muss mal sehr krank gewesen sein, denn irgend etwas hat seinen Gleichgewichtssinn und seine Koordination nachhaltig ziemlich gestört. Und die meisten seiner Zähnchen sind weg. Wir lieben alle sein sanftes Liebesknabbern, wenn er vor lauter überbordenden Zärtlichkeit zahnlos an der Menschennase knibbelt.

Und dann sind da noch seine Probleme mit dem Pinkeln. Unser überaus sensibler Schrödi reagiert auf Stress mit Blasenentzündungen. Und er hat schnell Steine. Unbehandelt führte das irgendwann dazu, dass er so starke Entzündungen und Nekrosen hatte, dass ihm sein Schniedel entfernt werden musste, als er endlich von lieben Menschen gerettet wurde. Seitdem pinkelt er wie ein Mädchen, aber da steht er drüber. Er ist einfach nur froh, dass die Schmerzen endlich vorbei sind. Wir wollen uns gar nicht ausmalen, wie der arme Schrödinger gelitten haben muss, als er allein ohne menschliche Zuwendung und mit diesen furchtbaren Schmerzen auf der Straße saß…

Aber jetzt geht es dem entzückenden Schmusemann wieder richtig gut. Er ist angekommen. Wir schmusen ganz, ganz viel mit ihm, er spielt endlich wieder, und er schläft jede Nacht bei unserer obersten Katzenflüsterin im Bettchen. Dank des Spezialfutters haben sich seine Blasenprobleme so ziemlich erledigt, und er hatte laut unserem schlauen Büchlein, in dem wir solche Sachen notieren, seit fabelhaften 73 Tagen kein Blut mehr im Urin. Schrödinger futtert dieses Trockenfutter so richtig gern, er knabbert mit seinen Gaumenleisten hingebungsvoll die Bröckchen, als ob er noch allerbeste Zähne hätte. Allerdings ist dieses Spezialfutter auch rasend teuer – und wir sind sicher, wenn Herr Schrödinger wüsste, wieviel Kosten und Sorgen er im Wilden Wohnheim verursacht, wäre ihm das äußerst unangenehm, denn eigentlich will er nur geliebt werden und keine Umstände machen.

Und deswegen würde sich unser Charmeur mit der rosa Herzchennase total über kleine und nicht ganz so kleine Spenden oder einen Paten/eine Patin freuen. Wir alle sind für jeden Taler dankbar.

 

Und auch ein Futterpaket wäre eine Bombensache – hier z.B. gibt es „Schrödis-Lieblingsmampf“ zu einem guten Preis – KLICK!

Und schaut jetzt bitte mal, wie zärtlich unser Herr Schrödinger seine Liebe zeigt…

Hach ja.

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Nini – zarte Kuschelmaus mit kleinen Stacheln

„Kein Kaktus ist so dicht mit Stacheln besetzt, dass er nicht noch Platz für eine Blüte hätte. “
(Sprichwort)

In ihrer Haupteigenschaft ist die schwarze, 4jährige Nini vor allem ein wunderhübsches, zartes Katzenmädchen, das gerne mit ihrem Menschen kuschelt und mit ihrem witzigen, hellen Pieps-Stimmchen auch immer so einiges zu erzählen hat. Aber da wäre noch ihr Zweitname „Kaktusblüte“, den sie natürlich nicht zu Unrecht trägt – denn hin und wieder, wenn das Kraulen und Streicheln gerade ganz besonders toll ist, zwickt Nini vor lauter Begeisterung schon mal mit ihren spitzen Zähnchen in die streichelnde Menschenhand.

Diese Übersprungshandlung ist zwar nie böse gemeint und nur ein Zeichen dafür, dass Nini vor lauter Wonne gerade so gar nicht weiß, wo oben und unten ist – aber ihre Menschen sollten auf jeden Fall genug Katzenerfahrung und Verständnis haben, um mit diesen kleinen Kaktusstacheln umzugehen und es Nini nicht krumm zu nehmen, wenn sie ihre Liebe manchmal auf eine ganz eigene Art ausdrückt.

Kleine Kinder wären demnach nicht unbedingt die perfekten Freunde für unsere Kaktusblüte, und Hunde mag sie auch überhaupt nicht – aber für erfahrene Menschen mit Herz wäre sie die perfekte Gefährtin fürs Leben. Sie ist eine zauberhafte Frohnatur, die gerne spielt und kuschelt und sie auch nachts gerne mit im weichen Bett bei ihren Zweibeinern anschmiegt. Anfänglich ist sie bei Fremden ein wenig schüchtern, aber wenn man ihr Herz erst einmal gewonnen hat, dann gehört es einem auch für immer!

Andere Katzen braucht sie nicht unbedingt zu ihrem Glück im neuen Zuhause – aber mit einer ruhigen und nicht allzu dominanten Zweitkatze könnte sie durchaus eine harmonische Wohngemeinschaft bilden.

Als kleine Abenteuerin und Entdeckerin legt sie auf Freigang allerdings schon deutlichen Wert – zumindest ein Garten sollte im neuen Heim also mit zu ihrem Refugium gehören.

Unsere Kaktusblüte Nini wurde negativ und auf FIV und FelV getestet und verlässt das Wilde Wohnheim natürlich genau alle unsere Schützlinge kastriert, gechipt und geimpft.Nini1

Tommy – der Sean Connery unter den Katzen

„Ein Haus wird gebaut,
aber ein Zuhause wird geformt.“
(Hazrat Inayat Khan)

Unser 14-jähriger Tommy ist ein wunderschöner, stolzer Tigerkater mit umwerfendem Charme, der sämtliche Menschendamen im Nullkommamiez ums Pfötchen wickelt und sie mit flimmernden Herzchen in den Augen zurücklässt.

Sein bisheriges Leben war von Veränderungen und Umzügen geprägt – aus diversen (unverschuldeten) Gründen hat Tommy mehrmals sein Zuhause verloren und landete in neuen Wohnsituationen. Als er in unsere Obhut gebracht wurde, hatten wir uns eigentlich vorgenommen, ihm erneut eine schöne und vor allem dauerhafte Bleibe zu suchen – aber mittlerweile ist Tommy bei uns einfach zur Ruhe gekommen, fühlt sich miezenwohl und hat daher lebenslanges Wohnrecht in unserem Rudel bekommen.

Als Alterspräsident agiert er mit absoluter Gelassenheit und genießt sein neues sesshaftes Leben in vollsten Zügen. Gelegentlich zieht er gerne mal mit „den Jungs“ um den Block, liebt aber ansonsten seine Mittagsschläfchen im sonnigen Garten und seine Streicheleinheiten und Schmusestunden mit dem zweibeinigen Personal.

Nun ist es leider so, dass man mit der Sorte Mäuse, die Tommy gelegentlich mit nach Hause bringt, keine Futterdosen bezahlen kann – und daher suchen wir für den charmanten Miezensenior einen lieben Paten, der ihm und uns bei den Kosten für Miete, Versorgung und Futter ein wenig unter die Arme und Pfoten greifen möchte und uns dabei hilft, ihm noch ein langes schönes Leben zu ermöglichen.

Natürlich kann der schicke Tiger auch von seiner Patentante oder seinem Patenonkel bei uns im Wilden Wohnheim besucht und beschmust werden.Tommy1